Heute ging eine Meldung durch die Presse bezüglich des CO2-Ausstoßes der Privatjetnutzung. Da die Meldung von Oxfam lanciert wurde – eine dieser NGOs, deren Ziel die Armut für alle auf der Welt ist, mit einer typischen sozialistischen Agenda, um weiterhin für ungezügelten Nachschub an Armen und Bedürftigen zu sorgen und damit die eigene Klientel dauerhaft zu sichern – haben weite Teile der Qualitätsmedien das natürlich ohne die sonst so gerne vorgenommene Einordnung durchgewunken und damit eine große Chance verpasst, ihren wenigen verbliebenen Konsumenten einen Mehrwert zu bieten.
Oxfam prangert (unter anderem) an, dass in 2025 die Summe des CO2-Ausstoßes von Privatjets bei rund 16 Millionen Tonnen CO2 lag. Schlussfolgerungen: „Überreiche treiben die Welt in den Klimakollaps“ und „Wer die Klimakrise so stark befeuert, muss auch für ihre Bewältigung zahlen, statt die Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen“. Beide Zitate kamen in praktisch allen von mir gesichteten Presseberichten vor. Naja, besser wörtliches Zitat als ungenaue Umschreibung mag man einwenden.
Was ich aber in keinem der Berichte gelesen habe: 38,1 Milliarden Tonnen CO2 wurden 2025 insgesamt weltweit „produziert“. Damit liegt der summierte Ausstoß der Privatjets der „Überreichen“ also bei satten 0,04% des weltweiten Gesamtausstoßes. Da erscheinen dem geneigten Beobachter das Vokabular „Klimakollaps“ und „Klimakrise wird stark befeuert“ doch als etwas…unverhältnismäßig. Propagandistisch. Unversöhnlichere Naturen könnten von „verleumderisch“ sprechen. Als Verfechter von Hanlon’s Razor würde ich aber abgrundtiefe Dummheit nicht von vornherein als Ursache ausschließen wollen.
Und so versagt der Qualitätsjournalismus auch hier wieder auf breiter Front und geht damit weiterhin ungebremst und völlig berechtigt seinem Untergang entgegen. Während die Scharfmacher aus dem Lager der Pseudogerechtigkeit weiterhin den Kapitalismus verteufeln, Neid schüren, die Spaltung der Gesellschaft vertiefen und Armut für Alle fordern. Also für alle außer sich selbst natürlich.
Aber vielleicht sind heutige Journalisten auch nicht mehr zu einfacher Prozentrechnung fähig. Bei so vielen „Millionen“ und „Milliarden“ kann man schon mal das Gefühl für Größenordnungen und Verhältnismäßigkeiten verlieren.
Nachsatz/Ergänzung
Und weil wir heute so lustig gerechnet haben, noch die abschließende Pointe: Oxfam hat jährlich recht stabil Einnahmen von rund 1 Mrd. Euro zu verbuchen. Egal ob man den CO2-/Kompensationspreis von Atmosfair (25€/t) oder den CO2-Preis der EU (55€/t – alles ist teurer in Europa) zugrunde legt, hätte Oxfam also den nach eigener Aussage für eine „starke Befeuerung der Klimakrise“ verantwortlichen CO2-Ausstoß der Privatjets locker wegkompensieren können. Oxfam ist also folgerichtig Schuld an der Klimakrise, weil sie ihre Einnamen nicht vernünftig verwenden! Ein Skandal.