Ein schlechtes Klimaschutzgeschäft

Eine kleine Meldung am Rande erregte meine Aufmerksamkeit. Es gab eine „Evaluation Deutschlandticket“, in der mehrere Forschungsinstitute untersuchten, inwiefern der Klimaschutz vom Deutschlandticket profitierte. Man erinnert sich, dass in mancher Diskussion der Klimaschutzbeitrag dieser absurden Subventionsmaßnahme in den Vordergrund gestellt wurde.

Zunächst muss man lobend erwähnen, dass es eine solche Evaluation überhaupt gibt. Die meisten politischen Maßnahmen werden ja entweder viel zu spät oder gar nicht auf Wirksamkeit oder gar im besten Falle auf Kosten/Nutzen-Verhältnis geprüft.

Jedenfalls war das ergebnis für 2024: das Deutschlandticket führte in 2024 zu CO2-Einsparungen von rund 2,5 Millionen Tonnen im Verkehrssektor. Rechnen wir kurz nach: 2024 lag der CO2-Emissionspreis bei 45€/Tonne. Die eingesparten 2,5 Mio Tonnen hatten also einen Wert von 112,5 Mio Euro. Allerdings betrugen die Kosten in 2024, die Bund und Länder am Deutschlandticket trugen (und in den nächsten paar Jahren jeweils tragen werden), je 1,5 Mrd Euro.

Mit anderen Worten: man hat mit schmalen 3000 Mio Euro den Ausstoß von CO2 im Wert von knapp 113 Mio Euro verhindert.

Ja, das dürfte ungefähr im Mittelfeld der Effizienz staatlicher Klimaschutzmaßnahmen liegen.

Deutschlandticket: kann weg.